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Ambassador-Programm: Botschafter der Veränderung
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Die Verzahnung zwischen den laufenden Projekten und dem
"großen Rest" der Belegschaft ist bei vielen Change Management-Projekten
ein Problem. Große Informationsveranstaltungen kann
man nicht alle Tage machen, schriftliche Informationen und
Newsletter haben zwar eine große Reichweite, aber nur
begrenzte Wirkung. Ein Ambassador-Programm kann diese Lücke
schließen: Die Projektmitglieder schwärmen als
"Botschafter der Veränderung" in Abteilungsbesprechungen
und Team-Meetings aus, informieren dort über den Stand
der Projektarbeiten und nehmen die Anregungen, Hinweise und
Sorgen der Kollegen auf.
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So unspektakulär dieses Instrument erscheint, so wirksam
ist es. Denn diese Information aus erster Hand erreicht nicht
nur sehr viele Mitarbeiter, sondern wird in der Regel auch
sehr aufmerksam aufgenommen. Natürlich wird dabei auch
Kritik zum Ausdruck gebracht. Aber das ist eher ein weiterer
Vorteil als ein Nachteil: Auf diese Weise erfahren das Projektteam
und seine Leitung frühzeitig, wo es Bedenken und Vorbehalte
gibt, und können sie rechtzeitig in ihre Arbeit einbeziehen.
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- Informationen aus erster Hand
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Diesen Vorteilen steht ein erheblicher Zeitaufwand gegenüber:
Je nachdem, wie viele Sitzungen besucht werden müssen
und auf wie viele Mitstreiter sich das verteilt, kommt schon
einiges an Stunden zusammen, die natürlich bei der sonstigen
Projektarbeit fehlen. Trotzdem kann ein Ambassador-Programm
unter dem Strich eine Zeitersparnis bedeuten gerade
dann, wenn es wichtig ist, die Belegschaft auf grundlegende
Neuerungen vorzubereiten. Denn wenn man die Kommunikation
mit einem "Big Bang" erst dann startet, wenn die
fertigen Lösungen vorliegen, kann sich die anfängliche
Zeitersparnis durch Widerstände
und lange Auseinandersetzungen schnell in ihr Gegenteil verkehren.
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Der andere kritische Punkt bei Ambassador-Programmen ist,
dass sie nur dann funktionieren, wenn die entsandten Projektmitgliedern
dazu bereit und in der Lage sind, ihre Message überzeugend zu vermitteln. Dazu ist neben einem Mindestmaß an Kommunikations-
und Konfliktfähigkeit vor allem erforderlich,
dass die Projektmitglieder erstens voll hinter der Sache stehen,
und dass sie zweitens den Mut haben, unter der Flagge des
Projektes vor Kollegen aufzutreten, die der Sache möglicherweise
kritisch gegenüber stehen. Denn wenn sie unter dem Druck
der Diskussion in den Abteilungen einknicken und sich den
vorgebrachten Zweifeln anschließen, geht die Aktion
nach hinten los. |
- Identifikation erforderlich
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Nicht einsetzen sollte man ein Ambassador-Programm dann, wenn die Stimmung im Unternehmen sehr ablehnend oder gar feindselig gegenüber dem Veränderungsvorhaben ist. Denn dann ist das Risiko zu groß, die "Ambassadors" zu verheizen. Selbst wenn die Projektmitglieder fest von der Sache überzeugt sind und tapfer ihren Mann und ihre Frau stehen, verkraftet es nicht jeder, von den Kollegen angegriffen, beschimpft und, wie Konrad Lorenz es einst so hübsch genannt hat, "angehasst" zu werden.
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- Nicht ratsam in feindseli-gem Klima
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Wie Sie ein Ambassador-Programm organisieren, lesen Sie im Leitfaden Ambassador-Programm.
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| © 2001 Winfried Berner - vollständige oder auszugsweise Wiedergabe, gleich in welcher Form, honorarpflichtig und nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung / Zitate im üblichen Umfang mit Quellenangabe gemäß wiss. Zitationsregeln zulässig. Näheres siehe Nutzungsbedingungen.
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