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Neu von Winfried Berner:
"Change!" 15 Fallstudien zu Sanierung, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation und Kulturveränderung
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Winfried Berner:
"Bleiben oder Gehen"
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Diskussionsforum im Intranet: Effiziente Offenheit
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Bei kreativer Nutzung kann das Intranet zu einem wichtigen
Instrument des Change Management werden. Eine fantastische
Möglichkeit, damit Veränderungsprozesse zu unterstützen,
sind Diskussionsforen zu aktuellen Veränderungsthemen,
zu denen viele Fragen und/oder großer Diskussionsbedarf
zu erwarten sind.
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- Chancen durch neue Medien
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Die elektronischen Medien eröffnen uns Möglichkeiten,
an die noch vor ein paar Jahren gar nicht zu denken war
auch im Change Management. Noch Mitte der 90-er Jahre waren
die Möglichkeiten, auf Fragen und Diskussionsbedarf von
Mitarbeitern zu reagieren, entweder extrem zeitaufwändig
(unzählige
Einzelgespräche und
Meetings) oder sehr unflexibel
(z.B. Aushänge, Rundschreiben)
oder sonst wie unbefriedigend (z.B. Informationsfluss über
Zwischenstationen wie die Führungshierarchie und/oder Betriebsrat).
Vor allem bei Umstrukturierungen,
Integrationen
und Personalabbau-Maßnahmen
wurden Führungskräfte, Personalleute und Betriebsräte
mit Fragen bestürmt und mussten, oft ohne zureichende
Informationsgrundlage, bis zur Erschöpfung immer wieder
die gleichen Fragen beantworten. Und liefen dennoch das Risiko,
dass ein Teil der Mitarbeiter, der entweder nicht die richtigen
Ansprechpartner gefunden oder nicht die richtigen Fragen gestellt
hatte, über wesentliche Dinge schlecht oder falsch informiert
waren.
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- Alternative zu unflexiblen Methoden
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Ein Diskussionsforum im Intranet, das Ihnen die IT-Abteilung
mit wenig Mühe einrichten kann, kann zwar nicht alle
Kommunikationsprobleme der Menschheit lösen, aber es
kann wertvolle Hilfe bei der Beantwortung von Mitarbeiterfragen
und beim Eingehen auf Diskussionsbedürfnisse leisten. Denn dann wird aus
der privaten Fragestunde eine öffentliche: Alle Mitarbeiter
können sowohl lesen, welche Fragen ihre Kollegen schon
gestellt haben, als auch, welche Antworten darauf von Geschäftsleitung
oder Personalabteilung gegeben wurden; sie können Zusatzfragen
stellen oder Diskussionsbeiträge leisten, und auch der Betriebsrat kann seine Anmerkungen und Hinweise einfügen. Das spart
allen Beteiligten Zeit, denn wenn ein Mitarbeiter die Frage,
die ihn interessiert, schon beantwortet vorfindet, muss er
sie nicht noch mal stellen.
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Natürlich gibt es trotzdem gewisse Wiederholungen und
Überschneidungen. Das beste Mittel, sie in Grenzen zu
halten, ist eine übersichtliche Struktur, die eine leicht
verständliche Ordnung in die Themenkomplexe bringt und
zum Beispiel die "Zehn häufigsten Fragen" an
prominenter Stelle platziert. In der Regel ist es sinnvoll,
die Struktur nicht von vornherein festzulegen, sondern sie
mit den Themenschwerpunkten mitwachsen zu lassen und an der
falschen Stelle gelandete Fragen umzugruppieren.
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Feinfühliger Moderator erforderlich |
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| Fingerspitzengefühl benötigt der Moderator dieses
Diskussionsforums. Wie auch im weltweiten Netz ist er für
die Inhalte seines Forums verantwortlich, sollte also darauf
achten, dass Beiträge keinen beleidigenden, strafbaren
oder grob irreführenden Inhalt haben. Auch sollte er
versuchen, Mitarbeiter davor zu bewahren, dass sie ihrem Ansehen
bei Kollegen und Vorgesetzten mit aggressiven, pauschalierenden
oder einfach dümmlichen Beiträgen schaden. Andererseits
darf daraus keine Bevormundung werden: Die Mitarbeiter sind
erwachsene Menschen, die für ihr Handeln selbst verantwortlich
sind nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb
der Werksmauern.
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Allerdings wird nicht allen Diskussionsteilnehmern von Anfang
an klar sein, dass sie mit ihren Beiträgen nicht bloß
mal spontan Dampf ablassen, sondern sich im Forum dauerhaft
"verewigen". Deshalb kann es sinnvoll sein, einige Spielregeln
zu formulieren, die allen Mitarbeitern angeboten werden, die
den Button "Frage stellen / Diskussionsbetrag schreiben"
anklicken.
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- Einige Spielregeln vorgeben
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Der Webmaster muss sich auch darum bemühen, das Management
bei scharfen bzw. giftigen Diskussionsbeiträgen von emotionalen
Überreaktionen abzuhalten. Wenn die Geschäftsleitung
in solchen Fällen mit einem guten Schuss Gelassenheit
reagiert, wirkt das sehr viel souveräner als wenn sie
mit wütenden Reaktionen über die Autoren ärgerlicher
Beiträge herfällt und damit nicht nur sie, sondern
auch alle anderen Mitarbeiter einschüchtert. Man muss
sich immer klar machen, dass man vorhandene Vorbehalte mit
solchen Interventionen nicht beseitigt, sondern sie nur in
den Untergrund drängt und sich damit selbst die
Möglichkeit zu einer konstruktiven Auseinandersetzung
nimmt.
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Fehlinformationen und Fehlinterpretationen kann man meistens
durch eine sachliche Antwort richtig stellen, statt sie aus
dem Forum zu entfernen und damit den Verdacht von Zensur zu
erwecken.
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- Fehler ruhig richtigstellen
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Traffic ist alles |
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Ein Diskussionsforum lebt davon, dass dort "Traffic"
ist. Es gibt nichts trostloseres als ein Forum, in dem nach
ein paar Wochen nur einige alte Beiträge stehen. Das
ist peinlich für die Veranstalter, aber auch für
die Autoren, die wegen ihrer Beteiligung möglicherweise
von Kollegen aufgezogen werden. Richten Sie ein Forum deshalb
nur bei Veränderungsprojekten ein, bei denen einiger
Bedarf für Fragen und Diskussionen abzusehen ist. Also
eher für "Pull-Themen"
als für "Push-Themen" im Sinne unserer Typologie
von Veränderungsprozessen.
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- Besonders für "Pull-Themen"
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Um Traffic zu generieren, kann es hilfreich sein, von Zeit
zu Zeit zum Beispiel alle zwei Wochen oder einmal im
Monat "Chats" mit Mitgliedern des Top Managements
anzubieten, also Online-Diskussionen mit dem Vorstandsvorsitzenden,
dem Personalchef oder anderen, je nachdem, welche Themen die
Mitarbeiter gerade beschäftigen. Natürlich muss
ein solches Ereignis entsprechend "beworben" werden,
zum Beispiel mit E-Mails, Aushängen und Plakaten, damit
sich die Leute auch zuschalten. Um die Peinlichkeit eines
zähen Starts zu vermeiden, ist es außerdem sinnvoll
(und durchaus nicht unanständig), ein paar Kollegen als
"Eisbrecher" zu briefen.
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© 2001 Winfried Berner - vollständige oder auszugsweise Wiedergabe, gleich in welcher Form, honorarpflichtig und nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung / Zitate im üblichen Umfang mit Quellenangabe gemäß wiss. Zitationsregeln zulässig. Näheres siehe Nutzungsbedingungen.
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