Die Umsetzungsberatung

Methoden der Veränderung






Neu von Winfried Berner:
"Change!"

15 Fallstudien zu Sanierung, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation und Kulturveränderung

Change! - 15 Fallstudien zu Sanierung, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation und Kulturveränderung

Für weitere Informationen
klicken Sie bitte hier.
 

Winfried Berner:
"Bleiben oder Gehen"

Bleiben oder Gehen

Für weitere Informationen
klicken Sie bitte hier.
 

Anzeige

Motivations- und Führungs-Audit: Die "Stimmungslage der Nation" ergründen

Druckversion dieser Seite

In welcher inneren Verfassung ist Ihr Unternehmen? Wie steht es um Führung, Motivation und Kommunikation? Woran liegt es, dass das Engagement geringer ist als Sie es sich wünschen würden, und wo könnten Sie ansetzen, um es zu verbessern? Und vor allem: Wie finden Sie das alles heraus? – Das geht einfacher und weniger aufwändig als Sie vielleicht befürchten: Durch eine Handvoll strukturierter Tiefeninterviews. Wenn Sie wollen, können Sie deren Befunde noch durch eine breit angelegte Mitarbeiterbefragung erhärten und mit Zahlen hinterlegen – umstoßen werden Sie sie kaum noch.

  • Die innere Verfassung
Der Motivations- und Führungs-Audit ist immer dann ein geeignetes Instrument, wenn Sie gern mehr Klarheit hätten, was Ihre Mitarbeiter eigentlich motiviert bzw. demotiviert, wie Führung und Zusammenarbeit in Ihrem Unternehmen oder Bereich funktionieren, welche Stärken und Schwächen Ihre Unternehmenskultur hat und was Sie tun können, um Motivation und Output zu verbessern. Er liefert Ihnen Klarheit zu folgenden Themen:
  • Motivation und Demotivation
Stimmungslage im Unternehmen und ihre Ursachen und Hintergründe
Motivatoren (siehe auch Motivation)
Demotivatoren / Motivationsblocker (siehe auch Motivation)
Feedback, Umgang mit guten und schlechten Leistungen
Qualität der Führung
Einschätzung der eigenen Einflussmöglichkeiten

Change Management / Veränderungsprioritäten.

 

Es ist erstaunlich, welch kleine Stichprobe genügt, um ein ziemlich stabiles und treffsicheres Bild von der inneren Verfassung eines Unternehmens zu bekommen: Je nach Unternehmensgröße reichen dafür zwischen 15 – 30 Tiefeninterviews aus, sofern man sich konsequent an interne "Meinungsführer" hält, also an Personen, die im Kollegenkreis gut verdrahtet sind und eine konstruktiv-kritische Einstellung zum Unternehmen mit ausgeprägtem Mut zur eigenen Meinung verbinden.

  • Kleine Stichprobe genügt

Die Befragung von Meinungsführern ist deshalb ergiebiger als eine nach der reinen Lehre der Statistik gezogene Zufallsstichprobe, weil sie weniger "Ausfälle" enthält, also weniger Gesprächspartner, die entweder zu ängstlich sind, um überhaupt etwas zu sagen, oder nur der Geschäftsleitung nach dem Mund reden oder isolierte Einzelmeinungen vertreten. Meinungsführer sprechen in der Regel sehr offen, und sie repräsentieren mit ihrer Meinung typischerweise eine größere Zahl von Beschäftigten – was die angenehme Folge hat, dass man mit einem einzigen Gespräch nicht nur die Meinung einer Einzelperson, sondern die einer ganzen Gruppe kennen lernt. Deshalb lohnt es sich auch, in solche Interviews den Betriebsrat und/oder einige von ihm vorgeschlagene Personen einzubeziehen.

  • Meinungsführer sind besonders ergiebig

Vor einigen Jahren hatten wir den Auftrag, ein Anreizsystem für ein ziemlich depressiv wirkendes Großunternehmen zu entwickeln, das unter den Folgen einer unverdauten Fusion litt. Um die Kultur besser zu verstehen und Ansatzpunkte für wirksame Anreize zu finden, führten wir knapp 20 Interviews durch. Die Ergebnisse standen im krassen Widerspruch zu den Erwartungen des Top Managements. Sie zeigten, dass es den Mitarbeitern nicht an Motivation fehlte, sondern an Orientierung und an Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens. Ein Anreizsystem wäre in dieser Situation eher schädlich als nützlich gewesen. Angesichts der kleinen Stichprobe und der Tragweite der Aussagen präsentierten wir unsere Befunde mit großer Vorsicht und vielen Fragezeichen. Die Reaktionen überraschten uns völlig: Vor allem die mittleren Führungskräfte empfanden unsere Befunde als präzise Beschreibung der aktuellen Situation und reagierten geradezu mit Erleichterung. Viele meinten hinterher: "Endlich ist einmal auf dem Tisch, wie die Lage wirklich ist."

  • Fallbeispiel

Indikationen und Kontraindikationen

 

Typische Problemfelder, bei denen ein Motivations- und Führungs-Audit Klarheit schaffen kann, sind zum Beispiel:

  • Typische Fragestellungen
Die Belegschaft zieht bei der Umsetzung der neuen Strategie nicht oder nur sehr schleppend mit;
Das Change Management ist ins Stocken geraten; es entwickeln sich Tendenzen zu einer Gegenreformation";
Reengineering oder andere Veränderungsprojekte bleiben weit hinter den Erwartungen zurück;
Das Geschäftsergebnis ist unbefriedigend, weil zuviel Zeit und Energie in Form von Reibungsverlusten verloren geht;
Verschiedene Bereiche arbeiten eher gegen- als miteinander;
Mäßige bis schlechte Leistungen werden toleriert, mit der Folge, dass das Anspruchsniveau insgesamt sinkt;

Die Belegschaft ist durch Personalabbau oder andere schlechte Nachrichten verunsichert und demoralisiert.

 

Hingegen hat es wenig Sinn, einen Motivations- und Führungs-Audit durchzuführen, wenn einschneidende Maßnahmen anstehen (wie Sanierung, Personalabbau, Standortverlagerungen o.ä.). Dann würden Sie nur herausfinden, dass sich viele Mitarbeiter über die bevorstehenden Maßnahmen Sorgen machen – was man bei scharfem Nachdenken auch ohne Befragung herausfinden kann. Auch wenn das Geschäft überdurchschnittlich erfolgreich läuft und die Zusammenarbeit gut und weitgehend reibungsfrei ist, bringt ein Motivations- und Führungsaudit in der Regel keine Erkenntnisse, welche die Kosten und Mühen lohnen.

  • Nicht mitten in einer Sanierung

Lohnt sich einen Motivations- und Führungs-Audit zur Ergänzung eine Mitarbeiterbefragung? Wenn es nur um die Befunde geht, in der Regel nicht. Die Ergebnisse werden trotz des erheblich größeren Aufwands nur genauer, aber nicht fundamental anders. Eine andere Sache ist es, wenn Sie ein Startsignal für eine intensive Beschäftigung mit der Thematik setzen oder breite Aufmerksamkeit auf konkrete Veränderungsmaßnahmen

  • Dramaturgisches Mittel

Wie geht es nach dem Motivations- und Führungs-Audit weiter?

 

Das gemeinsame Feststellen und Zur-Kenntnis-Nehmen des Problems ist bereits ein erster Schritt zur Besserung: Wenn offen und mutig über die erkannten Schwachstellen gesprochen wird, gibt dies einen starken Impuls zu einem neuen Aufbruch, der eine hohe Motivation für konkrete Verbesserungsmaßnahmen weckt. Die dann freilich auch folgen müssen.

  • Gemeinsame Kenntnisnahme

Welche konkreten Maßnahmen sinnvoll sind, hängt naturgemäß stark davon ab, welchen Befund die Diagnose erbracht hat. Um wirksam zu sein, müssen die Maßnahmen an den Kernproblemen ansetzen – am besten in der Reihenfolge ihrer Priorität. Statt eines starren Maßnahmenkatalogs hier einige Beispiele für gezielte Folgeaktivitäten:

  • Folgemaßnahmen
Kommunikationskampagne, um Vision, Leitbild und Strategie an die Mitarbeiter aller Ebenen zu vermitteln und ihre engagierte Mitwirkung (Commitment) zu gewinnen;
Konkretisierung von Vision, Leitbild und Strategie für alle Geschäftsbereiche und Funktionen;
Erarbeiten und Implementieren von Spielregeln für Führung und Zusammenarbeit (im Sinne von Qualitätsstandards) und Aufbau eines entsprechenden Controlling-Systems;
Einführung einer Vorgesetztenbeurteilung oder eines 360-Grad-Feedback-Systems;

Einführung eines Erfolgsbeteiligungsmodells für Führungskräfte und Mitarbeiter (erst wenn alle anderen Voraussetzungen gegeben sind; siehe Motivation).

  • Beispiele
 

Verwandte Themen:
Mitarbeiterbefragung

Plagiate dieser Website werden automatisiert erfasst und verfolgt.