Die Umsetzungsberatung

Methoden der Veränderung






Winfried Berner:
"CHANGE!" (Erweit. Neuauflage)

20 Fallstudien zu Sanierung, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation und Kulturveränderung

Change! - 20 Fallstudien zu Sanierung, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation und Kulturveränderung

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NEU: Winfried Berner, Regula Hagenhoff, Th. Vetter, M. Führing
"Ermutigende Führung"

Für eine Kultur des Wachstums

Ermutigende Führung: Für eine Kultur des Wachstums

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Moderation: Einen Workshop zum Erfolg führen

 

Die Moderation eines Workshops muss nicht so straff sein wie eine normale Sitzungsleitung; sie darf auch mal ein Seitenthema oder einen Exkurs zulassen. Das heißt aber nicht, dass der Moderator sich zurücklehnen und den Verlauf sich selbst überlassen darf. Er muss vielmehr ein waches Auge auf den Prozess haben und aufmerksam, aber ohne Anspannung beobachten, ob die Diskussion Fortschritte macht, sich im Kreise dreht oder sich vorschnell auf zu wenig durchdachte Lösungen festlegt. Und bei Bedarf (und nur dann!) steuernde Impulse geben.

  • Den Prozess beobachten
  • Je nachdem, wie er den Verlauf wahrnimmt, kann der Moderator unterschiedliche Impulse geben – wobei eines der größten Kunststücke darin besteht, die Klappe zu halten (bzw. sich aufs inhaltliche Mitdiskutieren zu beschränken), so lange der Prozess gut läuft. Umgekehrt sollte der Moderator den Mut haben, auch gegen den Druck der Gruppendynamik zu intervenieren, wenn er den Eindruck hat, dass ein Prozess falsch läuft. Eine echte Mutprobe ist zum Beispiel, wenn sich die Gruppe nach heftigen Auseinandersetzungen mehr aus Erschöpfung denn aus einer schlüssigen Argumentation zu einer Lösung "zusammengerauft" hat, dann diese Lösung zu hinterfragen. Es kann trotzdem notwendig sein, dies zu tun – nicht als Tapferkeitsnachweis, sondern weil ein solcher Erschöpfungskompromiss als "emotionaler Konsens" in der Regel weder ausreichend begründet noch belastbar noch haltbar ist.

  • Förderliche Impulse geben

  • ... auch wenn unerwünscht
  • Moderation heißt Prozessverantwortung

     

    Was ist überhaupt die Aufgabe des Moderators, wie unterscheidet sich seine Rolle von der der übrigen Teilnehmer? Der Kernpunkt ist, dass der Moderator für den Arbeitsprozess (haupt-)verantwortlich ist. Das heißt, sein Job ist, sich darum zu kümmern, dass die Zusammenarbeit der Gruppe sowohl von den Inhalten als auch von der atmosphärischen Seite her produktiv ist. Mehr als die anderen Teilnehmer hat der Moderator daher die Aufgabe, den Verlauf mit ein bisschen innerem Abstand zu beobachten und bei Bedarf (aber nur dann!) steuernd einzugreifen. Was man dann etwas pathetisch und hochtrabend "Interventionen" nennt. (Unter diesem Link finden Sie die zwölf wichtigsten Interventionsformen für Moderatoren; lesenswert auch die Moderatoren-Tipps zum Thema Fairness.)

  • Arbeitsprozess beobachten

  • Gezielte Interventionen

  • Allerdings wäre es verkehrt, die Prozessverantwortung ausschließlich dem Moderator zuzuschieben. Ebenso falsch wäre es, als Moderator in unsinnigem Heldentum ("Erlöser-Phantasie") ein Monopol auf die Prozessverantwortung zu beanspruchen und eifersüchtig darüber zu wachen, dass niemand sonst auf den Ablauf Einfluss nimmt. Die Gruppe – das heißt, jeder einzelne Teilnehmer – hat durchaus eine Mitverantwortung für den Verlauf: "Wo immer sich in einer Gruppe nur einer dafür verantwortlich fühlt, dass etwas Gutes herauskommt, dort ist der Misserfolg sicher." Auch dem besten Moderator kann es passieren, dass er mal etwas übersieht, falsch einschätzt oder auf ungeeignete Weise interveniert. Und dann ist es besser, dass Teilnehmer konstruktiv aktiv werden, als wenn alle vorwurfsvoll zum Moderator schauen und der Fehlentwicklung tatenlos zusehen.

  • Kein Prozess-Monopol

  • Auch der beste Moderator kann Fehler machen
  • Zwischen Arbeitsklima und Arbeitsfortschritt besteht eine Wechselwirkung: Fortschritt in der Sache ist nur möglich auf der Basis eines tragfähigen zwischenmenschlichen Klimas. Auf der anderen Seite wird die Stimmung nur gut bleiben, wenn bei der Zusammenarbeit auch etwas heraus kommt – eine "nette Atmosphäre" oder eine "lockere Stimmung" genügt auf die Dauer nicht. Denn die Leute haben ja auch noch andere Dinge zu tun – wenn sie das Gefühl bekommen, dass sie hier nur ihre Zeit verlieren, während anderswo die Arbeit wartet, ist für die meisten bald "Schluss mit lustig".

  • Klima-Management
  • Verwandte Themen:
    Interventionsformen
    Fairness
    Workshops
    Arbeitsgruppen
    Praktische Tipps für erfolgreiche Gruppenarbeiten

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