Typologie des Change Management: Welche Art von Veränderung haben Sie vor sich? |
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Der Begriff "Change Management" suggeriert ein einheitliches
Fachgebiet. Doch in Wirklichkeit verbergen sich dahinter völlig
unterschiedliche Problemstellungen, die eigentlich nur einen gemeinsamer
Nenner haben: nämlich dass es um Veränderungen geht, von
denen eine größere Zahl von Mitarbeitern betroffen sein
werden:
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Veränderung
ist nicht gleich
Veränderung |
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So unterschiedlich wie diese Problemstellungen sind auch die Konfliktpotenziale und die erforderlichen Veränderungsstrategien. So wird bei
einem Programm zur Verbesserung der Kundenorientierung eine Ihrer
größten Herausforderungen sein,
Ihre Mitarbeiter überhaupt zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der
Thematik zu bewegen bei einer Fusion brauchen Sie sich darüber
mit Sicherheit nicht den Kopf zerbrechen. Umgekehrt wird bei einer
Fusion ein zentrales Thema sein, wie Sie Ängste und Positionskämpfe
eindämmen können was wiederum beim Thema Kundenorientierung kaum der kritische Punkt sein wird. |
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Unterschied-liche
Konflikt-
potenziale
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Ihr erster Schritt bei einem Veränderungsvorhaben sollte daher
sein, dass sie sich Klarheit verschaffen, was für eine Art
von Veränderung Sie vor sich haben. Je genauer Sie einschätzen
können, welche Gedanken, Gefühle und Reaktionen Ihr Vorhaben bei Ihren Mitarbeitern
und Führungskräften auslösen wird, desto treffsicherer
können Sie ableiten, wie Sie vorgehen müssen, um den Veränderungsprozess
in Gang zu bringen, am Leben zu halten und zum Erfolg zu führen. |
Diagnose Ihres
Veränderungs-
vorhabens |
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Eine Typologie von Veränderungsvorhaben |
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Das folgende Ordnungsraster erlaubt Ihnen die Einordnung unterschiedlichster
Veränderungsvorhaben, ihrer Knackpunkte und des voraussichtlichen
Handlungsbedarfs. Es hilft Ihnen, eine erste Abschätzung vorzunehmen,
was auf Sie zukommt und worauf Sie sich einstellen sollten. |
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Es ist sinnvoll, Veränderungsprozesse nach zwei Gesichtspunkten
zu unterscheiden: Zum einen nach dem Grad an Bedrohlichkeit,
den die Mitarbeiter voraussichtlich in der Veränderung sehen
werden er bestimmt ihr Bedürfnis nach Orientierung.
Zum anderen nach dem Ausmaß an Einstellungs- und Verhaltensänderungen,
das das Vorhaben den Mitarbeitern abverlangt es hat großen Einfluss darauf, mit wie viel Unwillen und Widerstand Sie rechnen müssen. Daraus leitet
sich Ihr Bedarf für internes Marketing (Sie können auch
sagen: Motivations- und Überzeugungsarbeit) ab. |
Orientierungs-
bedürfnis der
Mitarbeiter |
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Kommunika-
tionsbedarf
des Projekts |
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Daraus ergibt sich die folgende Matrix: |
Abb.: Die Typologie der Veränderungsprozesse (© 2001, 2007 Winfried Berner)
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Mit "Pull" und "Push" ist gemeint, dass sich
die Mitarbeiter in der "Pull-Konstellation" förmlich
um Information reißen, während ihnen die Ideen, Ziele
und Anforderungen in der "Push-Konstellation" aktiv nahegebracht
werden müssen. |
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Damit sind auch schon die beiden typischen Ursachen der Frustration und des Schweiterns für die
jeweiligen Veränderungsvorhaben genannt: In der "Pull-Konstellation"
ist es die Unterversorgung der Mitarbeiter mit Informationen ("Unterkommunikation").
Sie führt zu den wildesten Spekulationen,
die sich rasch verselbständigen und in "psychologischen Tatsachen"
verwandeln können mit der Folge, dass das Management kommunikativ in die Defensive gerät. In der "Push-Konstellation" hingegen ist die Hauptgefahr,
dass man auf der Ebene von Leitbildern, Konzepten und moralischen Appellen
"verhungert" und den entscheidenden Schritt zu einer dauerhaften
Verhaltensänderung nicht schafft. |
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Hier eine Übersicht, wo typische Veränderungsvorhaben
in dieser "Change-Matrix" angesiedelt sind: |
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Abb.: Einordnung unterschiedlicher Veränderungsvorhaben in der "Change-Matrix" (© 2001, 2007 Winfried Berner) |
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Durch Anklicken der einzelnen Kästchen erhalten Sie nähere
Informationen zu den häufigsten Arten von Veränderungsprozessen. Dabei wird
jeweils beschrieben, |
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was die jeweiligen Veränderungsziele
für das Unternehmen und die Mitarbeiter bedeuten, |
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welche klimatischen Folgen dies im Unternehmen
hat, und |
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welche Prioritäten sich daraus für
das Change Management ergeben. |
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Aber was ist die Begründung dafür, ausgerechnet solche "weichen Faktoren", die viel mit Emotionen zu tun haben, zur Grundlage der Unterscheidung von Veränderungsprozessen zu machen? Ganz einfach: Es geht im Change Management ja in allererster Linie darum, die von Veränderung betroffenen Mitarbeiter und Führungskräfte auf dem eingeschlagenen Weg mitzunehmen. Dafür aberr sind ihre Wahrnehmungen und Gefühle weitaus wichtiger als (vermeintlich) harte Fakten. Der Weg hin zu einer erfolgreichen Umsetzung von Veränderungen führt daher über einen sozialen Prozess und der wiederum muss die Leute dort abholen, wo sie stehen. Das heißt, er kann überhaupt nur von den Gedanken und Gefühlen seiner Adressaten ausgehen. |
Die Leute dort abholen, wo sie stehen
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©
2001 - 2007 Winfried Berner - vollständige oder auszugsweise Wiedergabe, gleich in welcher Form, honorarpflichtig und nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung / Zitate im üblichen Umfang mit Quellenangabe gemäß wiss. Zitationsregeln zulässig. Näheres siehe Nutzungsbedingungen. |
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Diagnose,
Teil 1: Quantitative Bestimmung
des Veränderungsbedarfs |
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Diagnose,
Teil 2: Qualitative
Bestimmung des Veränderungsbedarfs |
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Diagnose,
Teil 3: Vorerfahrungen / Veränderungsbereitschaft
und Veränderungsfähigkeit |
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Diagnose,
Teil 4: Typologie von Veränderungsprozessen |
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